D.W.M Zielmunition 5,6

D.W.M Zielmunition 5,6

In diesem Artikel stellen wir erneut eine Patrone aus der Kategorie „Goldstaub“ vor. Das vorliegende Laborat ist eine Zielmunition 5,6 im Kaliber .22LfB. Das Paket trägt die Jahreszahl 1943 sowie den Herstellercode „faa“. Dieser Buchstabencode ist 1940 für die Bezeichnung einzelner Munitionshersteller eingeführt worden. Lose dieser Munition aus dem Jahre 1939 tragen noch die Aufschrift „DEUTSCHE WAFFEN UND MUNITIONSFABRIKEN D.W.M.“. Die Herstellung von Munition im Kaliber .22 LfB bei D.W.M. begann um 1910. Selbstverständlich wurde auch eine Vielzahl an jagdlichen und militärischen Munitionssorten über die Jahrzehnte von D.W.M. produziert. Dennoch stellte in den 20er und 30er Jahren die .22LfB Fertigung einen großen Teil der Exportaufträge des Unternehmens dar.

Die  Zielmunition 5.6 wurden allerdings speziell für die Verwendung aus militärischen Langwaffen gefertigt. Neben der frühmilitärischen Erziehung wurde zum Teil auch die reguläre Schießausbildung und in Übung Haltung mit Wehrsportgewehren und Waffen mit Einsteckläufen durchgeführt. Mit dem sich immer länger ziehenden Krieg und der damit verbundenen Ressourcenknappheit ist dies auch nachvollziehbar. Dieser Mangel an Rohstoffen zeigt sich auch in der Wahl des Hülsenmaterials. Der Test mit dem Magnet verrät, dass es sich um verkupferte Stahlhülsen handelt.

D.W.M. existiert seit den 40er Jahren nicht mehr. Auch die Zielpatrone 5,6 ist kaum noch zu finden, unterlag sie doch wie jede andere Munitionssorte mit dazugehörigem Gewehr dem Waffenverbot der Alliierten. Was bleibt ist ein kleines Paket Waffengeschichte, die in die Westentasche passt.

Technische Daten:

Durchmesser: 5,68mm

Hülsenlänge: 15mm

Geschossmasse: unbekannt

V0 = unbekannt

E0 = unbekannt

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