G3 Verschlussköpfe von Heckler & Koch und Rheinmetall

G3 Verschlussköpfe von Heckler & Koch und Rheinmetall

Die Geschichte des G3 erneut zu erzählen soll keineswegs Anliegen dieses Beitrages sein. Vielmehr fällt das Augenmerk auf einige, wenige Details der Produktionsgeschichte dieser ikonischen Waffe, welche über mehr als vier Jahrzehnte das Erscheinungsbild der Truppe prägte und hier an einem Beispiel aufgezeigt werden soll.

Als im Januar 1959 die Bundeswehr eine Variante des CETME Gewehres als G3 offiziell einführte, liefen die Verhandlungen über eine Lizenzfertigung noch auf Hochtouren. Nach der Einigung mit dem niederländischen Produktionsrechteinhaber für den CETME Entwurf vergab die Bundeswehr die Fertigung an Heckler & Koch und Rheinmetall. Während ersteres Unternehmen bereits intensive Kontakte zu CETME pflegte, wurde der letztere Konzern wegen seiner Kapazitäten ausgewählt. Bis 1969 fertigten beide Firmen das Sturmgewehr und auch seine Magazine. Danach stellte Rheinmetall, auch aufgrund einer Einigung mit Heckler & Koch bezüglich der Fertigung vom MG3, die Produktion des G3 ein.

Von außen auf den ersten Blick nur durch Stempel zu unterscheiden, sind bei genauerem Hinsehen klare Unterschiede zwischen den Produkten der beiden Auftragsnehmer zur erkennen.

In diesem Fall soll der prägnante Verschlusskopf untersucht werden. Dieser hat durch die Ausführung des G3 als Waffe mit verzögertem Masseverschluss in Form eines beweglich abgestützten Rollenverschlusses eine klar durch die Funktion definierte Form. Spannend sind in diesem Zusammenhang die deutlich erkennbaren Unterschiede zwischen den beiden Erzeugern. Beide Verschlussköpfe stammen aus dem Jahr 1961 und sind daher sehr gut vergleichbar. Die Unterschiede liegen zudem nicht nur in der Geometrie sondern stellenweise auch bei Werkzeugspuren.

Comments

  • Hendrik Engelhardt | Mrz 4,2019

    Danke für den wieder interessanten Artikel. Für mich ergibt sich die Frage, ob die Verschlussköpfe zwischen den Waffen bei voller Funktion getauscht werden könnten?!

    • Advanced Fieldsports | Mrz 4,2019

      Den richtigen Verschlussabstand vorausgesetzt, sollte es ohne weiteres funktionieren.

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