Aimpoint CompM5b

Aimpoint CompM5b

Bild und Text: Dickson Ly

In diesem Beitrag schauen wir uns die finale Serienversion der CompM5b Leuchtpunktvisiere von Aimpoint an. Diese wurde bereits als Prototypen auf der SHOT Show 2020 im Januar vorgestellt. Die Serienversion unterscheidet sich nur minimal von den auf der Messe gezeigten. So ist die Ablesbarkeit der aktuellen Einstellung an den Verstelltürmen verbessert worden. Dies könnte jedoch mit einem Laser gravierten Dreieck, welches man auch in der Dunkelheit erfühlen könnte, noch weiter verbessert werden. Der ursprüngliche Liefertermin im Mai konnte – wenig überraschend – Corona bedingt nicht eingehalten werden. Die Auslieferung der Vorbestellungen ist für die nahe Zukunft geplant, wobei offenkundig Europa bevorzugt werden soll. 

Größenvergleich zwischen Aimpoint Comp5s links und dem CompM5b rechts.

Gut zu erkennen: Verlagerung des Batteriefachs und die beiden Stelltürme.

Mit dem CompM5b bietet Aimpoint zum ersten Mal die Möglichkeit an, der ballistischen Kurve und dem Windeinfluss entsprechend Einstellungen an der Optik vornehmen zu können. Dies war bis jetzt nur durch die Verwendung der BAM (Ballistic Adjustment Mount) Montage, hergestellt von Spuhr AB, möglich. Umgehend stellt sich die Frage: Wozu diese Fähigkeit bei einem Leuchtpunktvisier? Aimpoint zielt dabei offenkundig auf die Nutzer ab, welche unter Verwendung von vormontierten 3x  oder 6x Vergrößerungen auch auf Distanzen deutlich jenseits der 200m mit der Optik schießen wollen. 

Erst mit einer Vergrößerung kann das Aimpoint CompM5b seine Vorteile richtig zeigen.

In der Fertigungsqualität gibt es keinen offenkundigen Unterschied zu der CompM5s Serie. Die Vergütung der Optik ist identisch und der Leuchtpunkt deckt 2 MOA ab. Die deutlichsten Abweichung finden sich in der Dimensionierung. Die Türme und ihre Protektoren wurden deutlich vergrößert. Erstere um sie auch mit Handschuhen bedienen zu können. Dadurch war eine Verlagerung des Batteriefachs auf die linke Gehäuseseite notwendig. Die daraus entstehende potentielle Sorge, dass das Batteriefach bei Rechtsschützen den Blick beeinträchtigen könnte, sollte bei der korrekten Nutzung der Rotpunkt Optik mit beiden Augen geöffnet kein Hindernis darstellen. Die Modifikationen am Gehäuse gehen mit einer leichten Gewichtserhöhung von 9 Gramm im Vergleich zum CompM5s einher. 

Die Türme lassen sich tauschen, um unterschiedliche ballistische Kurven abzubilden.

Ein weiteres Feature ist die Möglichkeit die Türme tauschen zu können. Insgesamt werden vier Türme (welche mit A,B,C und D bezeichnet sind) mitgeliefert. Diese sind unterschiedlichen ballistischen Kurven zugeordnet, welche sich in einer Tabelle im Handbuch findet. Hier würde es sicherlich helfen, wenn man die entsprechenden Kaliber, Lauflänge und Geschoßgewichte wenigstens als Anhalt mit aufführen würde. Offenkundig hat Aimpoint sich bei der Auswahl an den Kalibern .223 Rem, 300BLK, 7.62x39mm und .308 Win orientiert. 

Fazit

Wann die ersten Serienmuster im Handel erhältlich sein werden, ist noch unklar. Zudem ist das Konzept für viele Nutzer noch nicht wirklich greifbar und bedarf einer weiteren Verbreitung und daraus resultierenden, erhöhten Akzeptanz. Es ist jedoch unumstritten, dass Aimpoint mit dem CompM5b ein interessantes Produkt vorgestellt hat, welches wir weiter beobachten werden. 

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.