Tag Archive 9x19mm

Bihemta Tokat571 Prototyp Reihenfeuerpistole

Bild und Text: Kristóf Nagy

Hinter dem Konzept und der Entwicklung der Tokat571 steht das in der osttürkischen Schwarzmeerhafenstad Trabzon beheimatete Unternehmen Bihemta. Ziel sei es nach eigener Aussage, die mehrjähriger Konstruktionsarbeit mit staatlicher Hilfe in einen serienreifen Zustand überführen zu können. Daher wird die Waffe vom entwickelnden Unternehmen auch mit reichlich patriotischem Pathos unterlegt als Antwort auf den gegen die Türkei gerichteten, internationalen Druck dargestellt.

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Wundergeschosse: Das leidige Thema!

Letzte Woche ist es wieder passiert: Ein international bekannter, nicht unumstrittener Star der Szene hat mal wieder eine Wundermunition entdeckt. Ein Messingring gibt dabei Bleielemente frei und ein „Penetrator“ aus Polymer besorgt dann die Tiefenwirkung.  Präzison ist angeblich im Rahmen, Zuverlässigkeit bedingt durch die Geschossform auch bei schweren Fällen, welche Teilmantel oder Hohlspitzmunition nicht mögen überdurchschnittlich. Ansonsten keine Überraschungen: +P geladen und 124 Grain… bevor es sich zerlegt! Keine Überraschungen, warum also die Beschäftigung mit dem Sachverhalt? Die Antwort fällt schwer und leicht zugleich. Es vergeht kein Kurs, kein Tag auf der Schießbahn und keine Diskussion mit langjährigen Begleitern in der Industrie, ohne dass das Thema Handwaffenmunition nicht irgendwann aufkommt. Dabei liegt die Antwort irgendwo im Spannungsfeld zwischen Taktik, Verfügbarkeit und Physik.

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Pistolen-Patrone-08

In der Strukturbewaffnung der DDR Organe fanden sich neben der P08 auch zahlreiche Pistolen Walther P38 im Kaliber 9x19mm. Die in der VEB Ernst Thälmann runderneuerten und als „9-mm-Pistole-Patrone-08“ bezeichneten Luger Faustfeuerwaffen standen daher auch Pate für die Namensgebund der in der DDR gefertigten Munition in diesem Kaliber. Zudem wurde im gleichen Werk auch eine Kleinserie von Neufertigungen aufgelegt. Gleiches galt für die P38, welche auch aus tschechischer Nachkriegsfertigung bezogen wurde.  All diese Waffen mussten natürlich mit Munition versorgt werden und so lief ab 1957 gesichert, die Fertigung der Patrone 08 im Volkseigenen Betrieb Mechanische Werkstätten Königswartha an.

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Maschinenpistole FÉG KGP-9 9x19mm

Die Geschichte dieser kaum bekannten Waffe beginnt im Sommer 1986. Der Leiter des Militärtechnischen Institutes (MN HTI) János Egerszegi erstellte innerhalb weniger Wochen den Forderungskatalog für eine Maschinenpistole im Kaliber 9x19mm. Dieser sah sowohl einen Masseverschluss als auch optional einen Gasdrucklader vor. Aus den eingereichten drei Entwürfen wurde durch eine Fachkommission schlussendlich die Konstruktion von FÉG als am vielversprechendsten bewertet. Unverzüglich begannen im Werk die Arbeiten an einem Prototypen unter dem Projektnamen ZUV. Zielgruppe für die Neuentwicklung sollte neben dem Bedarf der Streitkräfte die in der Mitte der 80er Jahre aufgestellten Anti-Terror Kräfte des ungarischen Innenministeriums sein, welche sowohl die Patrone 9×18 Makarov als auch diese verwendende Konstruktionen als veraltet ablehnte.

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MEN 9x19mm QD 1

Seit Ihrer Gründung im Jahre 1957 haben die Metallwerke Elisenhütte GmbH (MEN) eine Unmenge an Munitionssorten hervorgebracht.  Neben der Bundeswehr als Abnehmer von unterschiedlicher Patronenmunition ist die Deutsche Polizei von je her ein bedeutender Behördenkunde gewesen. 

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FFV 9x19mm Patrone für Norwegen

Die vorliegende Patrone ist wegen ihrer Verpackung und Herstellungs- sowie Verwendungsgeschichte interessant. In einer früheren Fassung dieses Artikels gingen wir noch davon aus, dass es sich um eine dänische Ordonanzpatrone im Kaliber 9x19mm handelt. Der Herstellercode FFV lässt keinen Zweifel zu, die Patrone wurde bei Förenede Fabriksverken in Karlsborg, Schweden hergestellt. Der Kunde war offenkundig nicht Dänemark (oder nicht ausschließlich), sondern Norwegen. 

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